Schreiben unterwegs [NaNoWriMo]

Der 11.Tag in NaNoWriMo neigt sich für mich dem Ende entgegen. Wie ist es nach dem bescheidenen Start seit dem ersten November-Wochenende weitergegangen?

So sieht es aus:

Wie ihr seht, bin ich weit zurückgefallen.

Während der Arbeitswoche

Das größte Problem sind sicherlich die zu langen Tage innerhalb der Woche. Auf der Arbeit bin ich mitten in einem Projekt, das meine volle Konzentration und Energie erfordert. Es ist ein Drahtseilakt, genug Schlaf zu bekommen, um am nächsten Tag die halbe Schreibstunde am frühen Morgen auch nutzen zu können und am Abend noch Energie übrig zu haben, um die restlichen Wörter in einer angemessenen Zeit zusammen zu bekommen. Das Schreiben läuft immer zäher.

Die aktuellen Zeiten, die RescueTime für mich aufzeichnet, reflektieren das. Ein Schreibprogramm offen zu haben reicht nicht, RescueTime will auch Aktivität sehen. Nur müde auf den Bildschirm zu starren bringt nichts. NaNoWriMo verlangt getippte Worte.

Und das Wochenende?

Ich hatte die geplanten Wortzahlen gerade für das zweite Wochenende schon niedriger als den Durchschnitt angesetzt, da wir wegen eines Familiengeburtstages unterwegs waren. Zweimal 4 Stunden Autofahrt dank diverser Baustellen waren keine erbauliche Aussicht. Daher entschied ich mich, mit den Kindern das Abenteuer Bahn zu wagen. Es klappte, na ja, eher mittelmäßig.

Die Fahrt hin am Freitag war dank Verspätung ausgesprochen stressig. Obwohl wir schon genügend Umsteigezeit eingeplant hatten, zumindest dachte ich das,  haben wir um ein Haar den Anschlusszug verpasst. Die Zugbegleiterin hatte bereits angesagt, die Anschlusszüge werden nicht für uns zurückgehalten. Das sorgte für kontrollierte Panik, denn die nächste Verbindung hätte über eine Stunde Wartezeit bedeutet. Als der Zug dann einfuhr, hieß es plötzlich doch: „Der Regio steht noch schräg gegenüber.“ Was sind wir dann mit unserem Koffer dann geflitzt. Mir ist noch der weißhaarige Herr in guter Erinnerung, der vor uns her gespurtet ist.

Innerliche Ruhe zum Schreiben war unter diesen Umständen Mangelware.

Die Familienfeier war dann sehr schön. Ich habe Verwandte getroffen, die ich sehr selten sehe und das letzte Mal nur unter traurigen Umständen.

Die Rückfahrt am Sonntag lief deutlich besser als die Hinfahrt. Zwar hatte der ICE wieder Verspätung. Es war aber die letzte Strecke der Reise, do dass es uns dieses Mal egal sein konnte. Diesmal war ich auch so schlau, mich sofort ins WLan einzuloggen.

Ich konnte also die Fahrzeit nutzen und auf dem Netbook an meinen Flash-Stories weiterarbeiten. Einen weiteren Entwurf konnte ich fertigstellen. Aber insgesamt war die Wortausbeute an diesem Wochenende sehr mager.

Ich werde jetzt die Beine hochlegen, ausspannen und bald ins Bett gehen, damit ich für die nächste Woche und hoffentlich auch NaNoWriMo gut gerüstet bin.

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