Autorenwahnsinn — ein Rückblick

Die 31 Tage Autorenwahnsinn sind beendet. Es hat sich manchmal schon verrückt angefühlt. Ist es nicht ein Anflug von Größenwahnsinn zu sagen: „Ich bin ein Autor“? Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hat es Spaß gemacht. Es war für mich etwas Neues und Aufregendes, bei dem ich aus meiner Komfortzone heraus musste.

Worum ging es nochmal?

Die Challenge wurde von den Autorinnen des Blogs Schreibwahnsinn initiiert, um motiviert ins Schreibjahr 2017 zu starten. Dafür hatten sie eine Liste von 31 Fragen rund ums Schreiben zusammengestellt, die auf Instagram mit Foto oder auf einem anderen Social Media-Kanal beantwortet werden sollten.

31 Tage Autorenwahnsinn 2017 (www.schreibwahnsinn.de)

 

Ich hatte mich dazu entschlossen, die Challenge auf Twitter mitzumachen. Ein bisschen mehr Social Media-Aktivität konnte mir nur gut tun.

 

„Fake it until you make it.“

Ihr erinnert euch an meinen Beitrag vom letzten Monat, in dem ich über meine großen Selbstzweifel bezüglich des Schreibens sprach. Diese Zweifel haben mich während der 31 Januartage häufiger beschlichen. Nein, ich habe noch keine Veröffentlichung. Ich habe auch noch kein einziges Cover für meine Projekte, dass ich vorzeigen könnte. Was tue ich also hier?

Ich hab es mehrfach, denke ich, auf Twitter und auch anderswo gesehen:

Wenn du schreibst, bist du ein Autor. Es ist egal, ob du veröffentlicht bist oder nicht. Es ist egal, was und wie viel du schreibst. Solange du schreibst, bist du ein Autor.

Trotzdem fällt es mir oft schwer, an mich zu glauben. Ein ganz wichtiger Aspekt des letzten Monats war es daher, so viele Gleichgesinnte auf Twitter zu entdecken und mich durch den Autorenwahnsinn als dazugehörig zu fühlen.

 

Was hat mir Autorenwahnsinn gebracht?

Jeder verknüpft Erwartungen mit so einem Vorhaben. Hauptsächlich hatte ich mir erhofft, dass ich über die Challenge wieder ins Schreiben hineinkomme. Zum anderen wollte ich mehr Online-Kontakte knüpfen. Hat sich das erfüllt?

Schreiben:

  • Der Autorenwahnsinn hat mich gezwungen, regelmäßig zu posten. Ich habe mich also täglich mit dem Thema Schreiben auseinandergesetzt.
  • Manche Fragen haben mich gezwungen, mich tiefer in mein Projekt hineinzudenken.
  • Leider führte das nicht dazu, dass der Knoten platzte und ich wild bei „Eisiger Tod“ losschreiben konnte. Twittern und meine Geschichten schreiben verbleiben für mich zwei verschiedene Dinge. Schade.

Social Media:

  • Ich habe noch nie soviel getwittert und auch noch nie soviel Tweets gelesen.
  • Über das Autorenwahnsinn-Hashtag habe ich neue, interessante Leute kennengelernt.
  • Im Gegenzug habe ich auch neue Follower gefunden.

Fähigkeiten:

  • Ich wurde wieder daran erinnert, dass Planung und Organisation das Leben einfacher machen. Nichts ist schlimmer, als vor der Tastatur zu erstarren und verzweifelt zu überlegen, wie die Antwort zur aktuellen Challenge-Frage in 140 Zeichen zusammenzufassen sei. Die Rettung war, sich am Wochenende hinzusetzen und die Tweets der nächsten Woche vorauszuplanen.
  • Für Fotografieren hab ich keine Ader. Ich würde es gerne auf die Kamera, genauer gesagt mein Handy schieben. Der Fakt ist aber, dass ich das Arrangieren und Fotografieren als frustrierend empfand.
  • Ich habe mit Canva und Pablo experimentiert. Das hat zu kleinen Erfolgserlebnissen geführt und richtig Spaß gemacht.

Ich kann nur sagen, mitzumachen hat sich gelohnt. Der Januar endete für mich positiv und ja, ich schaue motiviert auf die nächsten Monate.