Autorenwahnsinn – Sommer 2017

Ich habe den #Autorenwahnsinn auf Twitter letzten Monat schleifen lassen. Gerade in der 2.Hälfte des August habe ich nicht mehr dazu getweetet. Daher habe ich hier meine Antworten auf die Fragen zusammengetragen und gegebenenfalls ergänzt.


 

Tag 01: An welchem Projekt schreibst du in diesem Sommer?

Um es gleich zusagen, ich bin nicht fertig geworden. An alternativen Ideen mangelt es mir dagegen nicht. Ich möchte mich aber nicht in ein neues, größeres Projekt vertiefen bevor ich die Revision beendet habe.

 

Tag 02: Verrate uns deine Ziele für den August 2017.

Die Überarbeitung von Eisiger Tod fertig zu kriegen. Wie gesagt, ich habe dieses Ziel wieder nicht erreicht. Die Projekte auf Arbeit nahmen mich voll in Anspruch. Da blieb abends nicht viel Gehirnschmalz zum Schreiben übrig.

 

Tag 03: Wo verbringst du diesen Sommer?

Die eine Woche im Ferienhaus war traumhaft, nur leider viel zu kurz.

 

Tag 04: Es ist Sommer! Und wir wünschen uns ein sommerliches Zitat aus deinem Manuskript!

 

Tag 05: Wenn du mit deinen Protagonisten in den Urlaub fahren könntest … Welcher von ihnen würde dich begleiten? Wohin geht es?

Ein Jagdausflug zu Pferde mit Pfeil und Bogen, hah. Ich wäre schon voll damit beschäftigt, nicht vom Pferd zu fallen. Das heiße Bad hinterher wäre pure Notwendigkeit, um meine verkrampfter Muskeln so zu lockern damit ich den Rest des Abends genießen kann.

 

Tag 06: Welches Sommerbuch eines Autorenkollegin kannst du aus vollem Herzen empfehlen?

Ich lese extrem viel englischsprachige Romane. Das meiste ist noch nicht übersetzt. Ilona Andrews ist seit Jahren ganz oben auf meiner Favoritenliste.

 

Tag 07: Wo schreibst du, wenn die Sonne scheint und wir gutes Wetter haben?

Mit Füller und Schreibblock auf dem Balkon. Mit dem Netbook oder Laptop funktioniert das nicht. Die Reflektion des Bildschirms macht das unmöglich. Falls jemand einen Tipp hat wie ich dagegen ankomme, immer her damit. Wunderschönes Wetter ist aber sehr gefährlich, da ich dann lieber mit dem Kindle in der Sonne lese als zu schreiben.

 

Tag 08: Welche Lieder gehören in deinen persönlichen und/oder schreiberischen Sommer-Soundtrack?

 

Tag 09: Stell uns doch mal deine Lieblingsbuchhandlung vor!

Meine Lieblingsbuchhandlung gibt es leider nicht mehr. Das war ein kleiner Laden in meiner Heimatstadt, zu dem ich mein ganzes Taschengeld trug. Ich habe dort auch oft auch in einer Ecke gehockt oder gestanden und ebenso viele interessante Bücher an Ort und Stelle quer gelesen wie ich gekauft habe.

Ich denke, mein derzeitiger Favorit ist Böhnert in Hannover.

 

Tag 10: Zeit für Throwback Thursday #tbt: Woran hast du August 2016 geschrieben?

Gar nicht. 2016 war das Jahr, wo ich soviel um die Ohren hatte und mich überarbeitet fühlte, das ich fürchtete, dieses Hobby ist für mich gestorben.

 

Tag 11: Zeig uns eine besondere Widmung – von dir oder einem anderen Autor!

Ach, ich habe noch keine Widmung. Aber das ist die, die ich hoffe, in nicht allzuferner Zeit in einem von mir geschriebenen Buch zu sehen.

Für meinen Vater, den besten Geschichtenerzähler.
Für meine meine Mutter, von deren Disziplin ich mir eine Scheibe abschneiden kann.
Für meine Söhne – Fantasie ist etwas Großartiges – ich liebe euch.

 

Tag 12: Abkühlung gefällig? Wie wäre es mit einem erfrischenden Zitat?

Mir fällt gerade nichts ein. Abkühlung? Erfrischend? Es ist eisig in meinem Projekt.

 

Tag 13: Book & Breakfast! Zeig uns, wie du deinen Sonntagmorgen beginnst. Zufälligerweise mit einem guten Buch und einem leckeren Frühstück?

Auf jeden Fall mit einem Buch. Am Sonntagmorgen bleibe ich am liebsten im Bett, vorausgesetzt die Kids lassen mich. Dann lese mit dem Kindle im Bett. Wenn nicht, stolper ich in die Küche und lese dort am Tisch mit einem Becher Tee an der Hand. Richtiges Frühstück gibt es dann erst später, wenn ich wacher bin und mein Magen beginnt zu knurren.

 

Tag 14: #MondayMotivation: Was motiviert dich?

 

Tag 15: Welche Snacks dürfen diesen Sommer auf keinen Fall beim Schreiben fehlen?

 

Tag 16: Wer sind deine Schreibbuddys? Zeig uns deine Partner in Crime!

Meine Schreibbuddies findet ihr auf dem Schreibnacht-Forum. Ich gehöre dort einer Gruppe an, die sich passenderweise »Die Couchbezwinger« nennt.

 

Tag 17: Wo schreibst du am liebsten, wenn es draußen regnet?

 

Tag 18: Wir lieben Notizbücher! Welches benutzt du aktuell?

Ich glaube, ich habe sie schon mal gezeigt. Es sind immer noch dieselben.

 

Tag 19: Hot, hot, hot! Heute wollen wir ein heißes, sinnliches Zitat von dir lesen.

Das ist nicht die Art der Geschichten, die ich schreibe. Ehrlich, ich krieg sowas nicht hin.

 

Tag 20: Welchen Autor/welche Autorin hast du diesen Sommer neu für dich entdeckt?

Kalayna Price ist neu. Und Anne Bishop ist wieder neu. Ich hatte vor Jahren ihre Darkness-Serie gelesen und finde jetzt Die Anderen sehr spannend.

 

Tag 21: Zeit für eine Pause! Womit prokrastinierst du am liebsten?

Mit Lesen natürlich. Siehe Sommer – Balkon – Kindle.

 

Tag 22: Zeig uns deinen liebsten Leseplatz in diesem Sommer!

Das verlangt wieder nach einem Foto. Ich kann überhaupt nicht gut fotografieren.

 

Tag 23: Womit entspannst du nach dem Schreiben?

Mit einem Buch, was sonst.

 

Tag 24: Poste uns dein allerliebstes Lieblingszitat aus deinem Manuskript.

Das ist schwierig, weil sich mein Lieblinszitat ständig ändert.

 

Tag 25: Was inspiriert dich im Sommer?

Ich finde den Sommer immer sehr entspannund und erholsam. Andererseits ist er nicht schreibfördernd, weil ich bei gutem Wetter nicht an den Computer oder Laptop mag, sondern lieber in der Sonne faul bin.

 

Tag 26: Welches Getränk darf beim Schreiben nicht fehlen?

Tee und Cola Zero.  Ja, ich weiß, Wasser ist gesünder, aber ich tue mich sehr schwer damit, außer es ist extrem heiß.

 

Tag 27: Sag Cheese! Wir wollen ein Selfie von dir sehen!

Schwerstaufgabe, ich bin überhaupt nicht fotogen.

 

Tag 28: Welches Buch ist im Moment dein absolutes Must-Read?

Ich habe vor Kurzem die Alex Craft Serie von Kalayna Price entdeckt.

 

Tag 29: Killed Darlings: Poste eine Szene, die du aus einem Manuskript gelöscht hast.

Ich vermute, die Anfangsszene von „Eisiger Tod“ kann ich fallen lassen. Ich habe diesen Darling aber noch nicht gelöscht. Es tut weh und ich will die ganze Geschichte erst auf mich wirken lassen bevor ich auf Strg+X drücke.

Das Mondlicht reflektierte hell vom Schnee und tauchte die Nacht in ein unwirkliches Halblicht. Die Stadt ruhte still und regungslos und nur hier und dort erinnerte der Glimmer von Laternen daran, dass bei Tage auch im Winter betriebsame Geschäftigkeit Farben und Lärm in den Straßen verstreute.
Alakhai rannte durch die schwarzen Gassenschluchten. Ihre Stiefel suchten automatisch Halt auf den vereisten Pflastersteinen. Ihren Blick hielt sie fest auf den rennende Mann vor ihr gerichtet, dessen schwarzer Umriss sich vor dem Licht der durch die Bewegung tanzenden, warm orange leuchtenden Laterne abzeichnete. Kein Laut war zu hören außer dem dumpfe Aufprallen der Stiefel auf dem Schnee. Alakhai atmete konzentriert durch die Nase. Trotz des Schals, den sie über die untere Hälfte des Gesichtes gezogen hatte, schnitt die eisige Luft tief in ihre Lunge.
Die Gasse öffnete sich zur Hauptstraße. Der Bote bog Richtung Burggelände ab und rannte mit unverminderter Geschwindigkeit die Steigung hoch. Alakhai biss die Zähne zusammen. Ihr fellgefütterter Ledermantel kam ihr unerträglich schwer und heiß vor. Der Schweiß rann ihr den Rücken herab. Sie blieb dem Boten auf den Fersen.

Als der Bote das Tor erreichte, verlangsamte sie ihren Schritt. Im Mondlicht erkannte sie eine Ansammlung von Menschen, auf die der Bote zueilte. Seltsamerweise war die Laterne des Boten das einzige Licht. Alakhai hielt kurz inne, um den überlebensgroßen, steinernen Wächterfiguren, die den Zugang zur Burg flankierten, mit einer angedeuteten Verbeugung ihren Respekt zu zollen. Ihre Magie war wie gewohnt aktiv und wachsam, aber nicht alarmiert. Dann nähert sie sich mit gemessenen Schritten ihrem Ziel.

 

Tag 30: Was ist der beste Schreibtipp, den du je bekommen hast? Welchen Schreibtipp würdest du geben?

Die erste Fassung ist immer Mist. Warum? Weil ich Perfektionistin bin und mich selber mit den Ansprüchen an mich selbst lähme.

Jedes Schreiben ist Übung. – Es fällt mir sehr schwer, nur mal so „Wegwerfworte“ zu schreiben. Ich kämpfe immer noch damit. Aber es ist OK, auch nur mal Fragmente zu schreiben, ein paar Zeilen Dialog oder eine Mini-Szene ohne daraus eine komplette Geschichte zu machen.

 

Tag 31: Wie geht es weiter? Was sind deine Schreibziele für den Rest des Jahres?

Da ich Eisiger Tod immer noch nicht fertig habe, bleibt diese Geschichte auf meiner ToDo Liste. Danach möchte ich mich definitiv mit etwas anderem beschäftigen. Aber ich werde die Fantasy-Welt von Eisiger Tod später wieder besuchen.

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